Bei Schutzwesten hat Sicherheit absolute Priorität
„Die Sicherheit unserer Kolleginnen und Kollegen hat absolute Priorität,
der Innenminister muss also umgehend dafür sorgen, dass Schutzwesten, die
keinen optimalen Schutz mehr bieten, ausgetauscht werden“, kommentierte der
Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei in NRW, Werner Swienty, die
Information des Innenministers an die Polizeibeamten/innen, dass die
Qualität einer über 24 Monate getragenen Weste abnehme.
„Bis jetzt steht fest, dass die in 2001 angeschafften Schutzwesten
bereits jetzt und nicht wie vorgesehen im nächsten Jahr ausgetauscht werden.
Das begrüßen wir ausdrücklich. Wir verlangen allerdings auch, dass der
Austausch der in den Folgejahren gekauften Unterziehwesten ebenso gesichert
ist und der Dienstherr die dafür erforderlichen finanziellen Mittel
bereitstellt,“ sagte Swienty.
Trotz der Qualitätsverluste, die durch den normalen Gebrauch entstehen,
bieten die Westen noch immer einen Schutz auf hohem Niveau: Fing die Faser
„Zylon“ ursprünglich Munitionsbeschuss von 481 Meter pro Sekunde auf, können
die Werte - bedingt durch Alterserscheinungen - auf 474 Meter pro Sekunde
absinken.
Zum Vergleich, die in der Polizei NRW gebräuchlichen Maschinenpistolen
geben Munition mit 410 Meter pro Sekunde ab.
Der GdP-Vorsitzende: „Zur Panikmache besteht keinerlei Anlass. Wir
fordern unsere Kolleginnen und Kollegen dringend auf, die Schutzwesten
weiterhin zu tragen. Wir werden aber beim Innenminister darauf drängen, den
Austausch der Westen kontinuierlich weiter zu betreiben.“
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