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TVöD - ja, aber …

In einem ersten Gedankenaustausch zwischen dem innenpolitischen Sprecher der CDU - MdL Theo Kruse - und Vertretern der GdP - Werner Swienty, Peter Hugo, Herbert Uebler und Brigitte Herrschaft - kam neben den allgemeinen Themen zur Inneren Sicherheit das Schwerpunktthema Entwicklung des Tarifbereiches nicht zu kurz.

Für den Tarifbereich verfolgt die CDU zu

  • Bürokratieabbau
  • Aufgabenkritik und
  • Verwaltungsstruktur

folgende Ziele:

  • Die (Polizei)Aufgaben der Bezirksregierungen sollen den Kreispolizeibehörden zugewiesen werden.
  • Polizeivollzugsbeamte sollen von vollzugsfremden Aufgaben entlastet werden.
  • Bereiche wie z.B. "Boten- und Kurierdienste" sollen privatisiert werden.

In diesem Zusammenhang hinterfragte Brigitte Herrschaft, stellvertretende Vorsitzende der GdP in NRW, ob auch die CDU die Rahmenvereinbarung von 1997 über den Umgang mit Auswirkungen von Verwaltungsreformen auf Tarifbeschäftigte und die hierin definierten Grundsätze der Sozialverträglichkeit anwenden wird.

MdL Kruse machte deutlich, er stehe persönlich und mit der CDU zur Vermeidung von betriebsbedingten Kündigungen und für "sozialverträgliche Lösungen". Daran werde man auch festhalten. Nicht ausschließen wollte Kruse jedoch, dass die katastrophale Haushalssituation "andere Maßnahmen erforderlich mache". Außerdem spielt offenbar die Meinung des Koalitionspartners (die FDP wird wohl den IM stellen) hier eine Rolle.

Zur Frage der GdP-Spitzenvertreterin für den Tarifbereich zur Übernahme des TvöD sowie zur Bedeutung des Flächentarifvertrages äußerte Kruse:

Unter der Bedingung "landesbezirklicher Öffnungsklauseln" könne sich die CDU eine Übernahme des TvöD vorstellen. Nach Meinung der CDU müsse es auch zukünftig Tarifpartner geben. Man wolle die Rechte der Vertretungen "vor Ort" stärken. Dies bedeute, dass Tarifverhandlungen nicht weit weg vom Bund für die Länder geführt werden können, sondern die Länder/Arbeitgeber in eigener Zuständigkeit in die Lage versetzt werden müssen, zu entscheiden was "machbar" ist.

 

 

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