Nicht verunsichern lassen – Schutzwesten tragen!
Unter der Überschrift „Löchrige Lebensretter“ veröffentlichte SPIEGEL
ONLINE in einer Meldung vom 18.04.2005 eine Kritik des
nordrhein-westfälischen Landesvorsitzenden der DPolG, Wend, an den
schusssicheren Unterziehwesten der Polizei.
In wenig sachdienlicher Weise wird W. damit zitiert: „Hier zeichnet sich
ein echter Skandal ab. Wir sind fassungslos. Unsere Einsatzkräfte gehen
davon aus, dass sie mit vernünftigen Westen ausgestattet sind und
entsprechende Sicherheit haben. Das ist aber offenbar nicht der Fall. So
darf man nicht mit dem Leben von Polizisten umgehen.“
Diese Bemerkungen lösten eine Reihe von Pressenanfragen bei der GdP-NRW
aus.
Richtig ist, dass die in NRW ausgelieferten Schutzwesten in den nächsten
Jahren sukzessive erneuert werden, nachdem unter Extrembedingungen
vorgenommene Tests in Einzelfällen eine Absenkung der Schutzwerte ergeben
haben.
Ältere Westen werden durch Feuchtigkeit und Abnutzung mürbe.
Die GdP hatte vor diesem Hintergrund gefordert, alle
Unterziehschutzwesten zu ersetzen. Dieser Forderung ist das Innenministerium
gefolgt. Eine erste Rate von 10.000 Exemplaren ist bereits bestellt. Diese
Westen werden – entgegen ursprünglicher Planung – bereits ein Jahr früher
als geplant, nämlich 2005 ausgetauscht.
Aktuelle Beschussergebnisse zeigen, dass die getragenen Westen die
Forderungen der begleitenden Qualitätssicherung erfüllen.
Nachdem die bisherige Lieferfirma Insolvenz angemeldet hat, werden die
neuen Westen nicht mehr mit Zylon, sondern mit Aramid ausgestattet.
Frank Richter, stellv. GdP-Landesvorsitzender:“ Die mit lautem Getöse
vorgetragene Kritik ist kontraproduktiv und wenig hilfreich. Fest steht, die
getragenen Westen bieten derzeit nach wie vor einen hohen
Sicherheitsstandard. Wir appellieren ausdrücklich an unsere Kolleginnen und
Kollegen auf den Schutz der Unterziehwesten nicht zu verzichten. Die
Neubeschaffung ist eingeleitet.“
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