Fazit der Regierungserklärung vom Ministerpräsident Rüttgers: Die
angekündigten und erwarteten schnellen politischen Veränderungen bleiben
erst mal aus.
Der MP hat keine konkreten Aussagen zu Kernfragen der Inneren Sicherheit
getroffen, er blieb sogar hinter den Ankündigungen in den
Koalitionsvereinbarungen zurück.
Aufschlussreicher dann die anschließende Debatte zu Anträgen der Bündnis
90/Grünen und der SPD zur Polizeireform:
Keine Partei, das wurde deutlich, hat zur Zeit eine optimale Lösung in der
Tasche
Innenminister Dr. Wolf stellte fest: Es gibt keinen Königsweg. Geprüft würden
nunmehr alle Vorschläge zur Binnenmodernisierung und Organisationsreform.
Eine wie auch immer geartete Neuordnung werde schrittweise in Angriff genommen.
Wichtig war ihm, gemeinsam mit den Beteiligten Reformen umzusetzen. Erste
Gespräche wurden bereits geführt.
Mit diesen Aussagen sind unsere wesentlichen Ziele erreicht:
Kein überstürztes Handeln, sondern sorgfältige Prüfung
und Suche nach der optimalen Lösung.
Die GdP begrüßt besonders die Aufforderung an die Beschäftigten,
sich aktiv an der Diskussion zu beteiligen
Neue
Steuerung
Das gilt auch für die geplante Neuausrichtung der Steuerungsinstrumente:
Die Kolleginnen und Kollegen in den Wachen und
Kommissariaten werden ausufernden Datenfriedhöfen und Erfassungssystemen, die
unnötige Doppelarbeit verursachen und viel Zeit kosten, keine Träne
nachweinen. Die der Wirtschaft entliehenen Elemente haben viele Kolleginnen und
Kollegen von „ihrer Polizei“ entfremdet.
Außerdem ist nicht deutlich
geworden, wie die Erfassung der Daten bei der polizeilichen Arbeit unterstützen
kann.
Aber: Es ist unstrittig,
dass Teile des Projekts Steuerung und Führung ihren Weg in den Polizeialltag
gefunden und zur Qualitätssicherung beigetragen haben und wir auch zukünftig
klare Instrumente zur Steuerung brauchen werden.

Die stellvertretenden
GdP-Vorsitzenden Herbert Uebler und Peter Hugo diskutierten nach der
Regierungserklärung mit MDL Lohn und zwei Kollegen aus dem Erftkreis die
Aussagen des neuen Ministerpräsidenten.

Über 2 Stunden dauerte die
Grundsatzerklärung des Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers.