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Vom Paulus zum Saulus? – Harakiri zu Lasten der Polizei

Die GdP und alle Berufsverbände im Bereich der Polizei fordern seit Jahren von der Politik, den gestiegenen Aufgaben und Anforderungen Rechnung zu tragen und den anhaltenden Personalabbau zu stoppen.

Aus dem nordrhein-westfälischen Wahlkampf sind die Mahnungen und Forderungen des CDU-Spitzenkandidaten und designierten Ministerpräsidenten Dr. Jürgen Rüttgers (- „dramatischer Personalabbau – Gefährdung der Inneren Sicherheit – jede zehnte Wache in NRW geschlossen“) bekannt.

Und jetzt dies:

Der DPolG-Vorsitzende, Wendt, scheut sich im Ringen um Schlagzeilen nicht, die Zustimmung seines Verbandes für ein weiteres Absinken des Polizeipersonals zu signalisieren.

Konkret laut Berichterstattung der „Rheinischen-Post“ vom 7.6.2005: Drei Jahre brauche sich nichts an der Personalentwicklung zu ändern. Das Abnehmen der Polizeistärke um 1.500 Kräfte werde durch Entbürokratisierung (Polizisten für den Dienst auf der Straße „freistellen“) aufgefangen. Im Gegenzug soll die Politik die Einkommen der Polizisten unangetastet lassen.

Dazu Frank Richter, stellvertretender Vorsitzender des GdP-Landesbezirks NRW: „Es trifft zu, dass die Polizeibeschäftigten bereits mehr als genug zur Kasse gebeten wurden. Die Einschätzung des DPolG-Vorsitzenden zur Personalsituation löst beim Koalitions-Arbeitskreis Inneres (CDU und FDP) völlig zu Recht ungläubiges Staunen aus. Bei unseren Kolleginnen und Kollegen überwiegt allerdings das Entsetzen.“

Derartige Effekthascherei von Jemandem, der die Strukturprobleme der Polizei kennt, ist äußerst unseriös. Selbst nach der Wahl haben in Verhandlungen der GdP mit Spitzenvertretern von CDU und FDP nicht einmal ansatzweise Personalreduzierungen eine Rolle gespielt.

Richter weiter: „Das Angebot des Verbandsvorsitzenden, den Erhalt von Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld gegen eine weitere Arbeitsverdichtung und Verringerung von Polizeibeschäftigten aufzurechnen, ist für die GdP keine Verhandlungsgrundlage. Nach den unsäglichen Vorschlägen des Beamtenbundes im Eckpunktepapier zeigen sich erneut Realitätsverluste der Verbandsfunktionäre. Wendt verkennt offensichtlich die tatsächlichen Verhältnisse im operativen Dienst.“

Die Verweildauer in Einsatzhundertschaften, die Überalterung des Ermittlungsdienstes und die Verlängerung der Lebensarbeitszeit bis zum 62. Lebensjahr sind ein Schlag ins Gesicht jeder Kollegin und jedes Kollegen.

Wendt führt mit seinen absurden Vorschlägen die DPolG ins Abseits. Selbst die CDU hat im Wahlkampf mit einer Personalvermehrung bei der Polizei um Stimmen geworben.

Die GdP unterstreicht ihre Forderungen:

  • Hände weg von den Einkommen der Polizeibeschäftigten! ·
  • Abbau der Arbeitsverdichtung durch zusätzliche Einstellungen bei der Polizei!

Die Forderung der GdP, den Personalabbau zu stoppen, behält auch nach dem Regierungswechsel ihre Gültigkeit!

 

 

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