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Gedankenaustausch der GdP mit MdL Theo Kruse (CDU)

Kruse: "Unsere Schwerpunkte: Bürokratieabbau, Aufgabenkritik, Verwaltungsstrukturreform, Beauftragtenunwesen."

"Wir wollen verlässliche Partner sein und daher gelten unsere Aussagen aus dem Wahlkampf natürlich auch heute weiter", so die Kernaussage des innenpolitischen Sprechers der CDU, MdL Theo Kruse vor den anstehenden Koalitionsverhandlungen bei seinem Gespräch mit dem Landesvorsitzenden Werner Swienty und seinen Stellvertretern Brigitte Herrschaft, Herbert Uebler und Peter Hugo als Vertreter des geschäftsführenden Landesbezirksvorstandes der GdP. Kruse weiter: "Nicht alle Probleme können von heute auf morgen gelöst werden. Hierzu brauchen wir Sie, die GdP, als größte Polizeigewerkschaft in NRW, wie in der Vergangenheit. Unterstützen sie uns bei unserem Ziel, die Polizei auf die Kernaufgaben zurückzuführen. Nicht alle Aufgaben im Bereich der Prävention müssen durch die Polizei durchgeführt werden."

Die Vertreter der GdP sagten zu, dass die Regierungsparteien bei ihrem grundsätzlichen Ziel, die Polizei auf ihre Kernaufgaben zurückzuführen, auf die GdP zählen können.

Nach Auffassung des MdL bleibt es dabei, dass eine umfassende Verwaltungsstrukturreform angestrebt wird. Die Bezirksregierungen sollen ihre polizeilichen Aufgaben an die Kreispolizeibehörden abgeben. Kruse: "Es reicht nicht aus, nur die Regierungspräsidenten abzulösen. An den Landräten als Polizeichefs halten wir aber unverrückbar fest."

Für die GdP ist noch nicht erkennbar, wie sich die Rolle des Innenministeriums (mehr als 50 Behörden und Einrichtungen) ohne eine Reduzierung der Behördenzahl gestalten wird.

MdL Kruse sagte zu, die GdP an diesem Gestaltungsprozess zu beteiligen.

Ziel der CDU sei es, im Polizeigesetz der Polizei die Ordnungsaufgaben originär zuzuweisen. Auf die Frage der GdP, welche polizeilichen Kernaufgaben zu reduzieren seien, um bei der bekannten und von der CDU bemängelten Personalsituation diese zusätzlichen Aufgaben zu übernehmen, meinte Kruse: "Wir wollen die Polizei (neben Lehrern und Justiz) in den nächsten Jahren um 1.000 Beamte aufstocken, indem wir jährlich 1,5 % der Stellen in anderen Ressorts abbauen. Wir wollen mehr Spezialisten und weniger Arbeitsgruppen und Projekte."

Die GdP gab zu bedenken, ohne sofortige zusätzliche Einstellungen reiche das Personal nur für den zwingend notwendigen Nachersatz für die Bereitschaftspolizei. Auch die GdP setze auf Spezialisten. Die Frage, in welcher Form und zu welcher Zeit Polizeibeamte sich zukünftig spezialisieren können, müsse ausführlich diskutiert werden.

 

 

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