|
|
|
GdP begrüßt Vereinbarung von Innen- und Justizminister:
DNA-Analysen können ausgeweitet werden
„Es kommt Bewegung in die Sache“ freute sich der Vorsitzende der
Gewerkschaft der Polizei in NRW, Werner Swienty, über die Vereinbarung des
nordrhein-westfälischen Innenministers mit dem Justizminister, die
Rahmenbedingungen für die DNA-Analysen zu erweitern.
„Zukünftig ist bei der Zustimmung des Betroffenen zu einer DNA-Analyse
nicht mehr die richterliche Genehmigung nötig. Das ist ein erster Schritt in
die richtige Richtung“, sagte Swienty heute in Düsseldorf, bekräftigte aber
erneut die weitergehende Forderung der GdP: „Wir wollen den genetischen
Fingerabdruck dem normalen Fingerabdruck rechtlich gleichstellen. Wenn man
berücksichtigt, dass durch die Methode der DNA-Analyse bis Anfang dieses
Jahres in NRW mehr als 30 Morde, fast 80 Sexualstraftaten und darüber hinaus
weit über 3 000 andere Straftaten aufgeklärt wurden, ist es unabdingbar,
dieses Instrument der Kriminalitätsbekämpfung weiter zunutzen.“
Die Gefahr eines Missbrauchs sieht der Vorsitzende der GdP, die in NRW
rund 40 000 Mitglieder organisiert, auf keinen Fall: „Die Polizei handelt
verantwortungsbewusst und die Sorge, es würde jemand genetisch ausgeforscht,
ist völlig unbegründet.“
|
|