Gewerkschaft der Polizei: „Wir kennen keine Wasserköpfe!“
„Diskriminierend“, so der stellvertretende GdP-Vorsitzende Frank Richter,
sei die Art und Weise, wie Innenminister Dr. Fritz Behrens eine mögliche
Neuordnung und Neuorganisation der Kreispolizeibehörden in NRW zum Teil
begründe.
„Wasserköpfe, wie der Innenminister die Kolleginnen und Kollegen in den
Leitstellen, Stäben und anderen Bürofunktionen nennt, kennen wir als
GdP-Vertreter nicht. Polizei ist Teamarbeit. Also brauchen wir für eine
vernünftige Arbeit auch diejenigen, die in den Büros ihren Aufgaben
engagiert nachkommen.“
Wenn der Innenminister zuviel Bürokratie anprangere, so Richter, sei
diese Bürokratie „nicht auf dem Mist der Kolleginnen und Kollegen gewachsen.
Sie arbeiten ja nicht nach Gutdünken, sondern nach Gesetzen, Vorschriften,
Erlassen und nach der Geschäftsordnung der Kreispolizeibehörden. Nicht die
Kolleginnen und Kollegen haben sich das so ausgesucht, sondern das ist
Ausfluss der Regelungswut der Ministerialbürokratie.“
Richter zeigte sich enttäuscht, dass bereits im Vorfeld der eigentlichen
Diskussion über die Empfehlungen der Scheu-Kommission „Porzellan“
zerschlagen worden sei: „Keiner, der seine Arbeit sorgfältig und engagiert
macht, wird gern als überflüssiger Wasserkopf bezeichnet. Im Sinne einer
objektiven Betrachtung der Scheu-Vorschläge wäre der Dienstherr gut beraten,
auf die Befindlichkeit der Kolleginnen und Kollegen Rücksicht zu nehmen.“
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