Wir ziehen alle an einem Strang!
von Brigitte Herrschaft
Am Randes des Seminars „Aktuelles aus dem Tarifbereich“ wurde das
aktuellste Thema - die bevorstehende „Tarifrunde 2005“- ausgiebig
diskutiert.
Konstituierung
Nachdem der Geschäftsführende Landesbezirksvorstand bereits im Sommer
beschlossen hatte, eine eigene „Große Tarifkommission (GTK)“ einzurichten,
hat diese sich zu diesem Tagesordnungspunkt dort konstituiert.
Der GTK gehören 25 Mitglieder an, die sich aus den 11 Mitgliedern des
Geschäftsführenden Landesbezirksvorstandes, den 6 Mitgliedern des
Landesfachausschusses-Tarif, je einem weiteren Tarifbeschäftigten pro
Bezirksverband sowie zwei hauptamtlichen Mitarbeitern der
GdP-Geschäftsstelle zusammensetzt.
Zum Vorsitzenden der GTK wurde der Landesbezirksvorsitzende Werner
Swienty gewählt.
Brigitte Herrschaft, die im Landesbezirksvorstand für den Tarifbereich
zuständig ist, wurde seine Stellvertreterin. Die Aufgabe des Schriftführers
übernimmt Bernd Kohl, der in dieser Funktion von Heinz Rump vertreten wird.
Zusammenarbeit
Die Mitglieder der GTK haben einstimmig beschlossen, auf Landesebene mit
Ver.di und GEW einen Kooperationsvertrag zur Durchführung von
Tarifverhandlungen auszuhandeln.
Ferner beschloss die GTK vor dem Hintergrund der anstehenden Tarifrunde
2005, der GTK-Bund am 14.12.2004 in Potsdam folgende Vorschläge zu
unterbreiten:
„In der Tarifrunde 2005 steht für die GdP NRW die Übernahme des TVöD im
Vordergrund, weil dadurch das Urlaubsgeld, das Weihnachtsgeld und die
38,5-Stundenwoche für die Beschäftigten im ö.D. erhalten bleiben. Mit der
Übernahme des TVöD auch für den Bereich der TdL wird sichergestellt, dass
die Beschäftigten des ö.D. von der allgemeinen Einkommensentwicklung nicht
abgekoppelt werden.“
Strategie
Um dieses Ziel zu erreichen, empfiehlt die GTK NRW der GTK Bund folgende
Strategie:
- Der bestehende Lohn- und Vergütungstarifvertrag wird von der GdP nicht
zum frühestmöglichen Termin 31.01.2005 gekündigt
- Sofern der bestehende Lohn- und Vergütungstarifvertrag zum 31.01.2005
von der Arbeitgeberseite gekündigt wird, tritt die GdP zunächst nicht in
Lohn- und Vergütungsverhandlungen ein.
- Die GdP verbindet die Neugestaltung des Tarifrechtes ( TV öD) – nach
positiver Bewertung durch die GTK/Bund - als Verhandlungsgegenstand der
Tarifrunde 2005 mit dem Ziel, den TV öD für den Bereich des gesamten
öffentlichen Dienstes in Kraft zu setzen.
- Die Frage der Kündigung des Lohn- und Vergütungstarifvertrages nach
dem 31.01.2005 wird vom Verhalten der Arbeitgeber abhängig gemacht.“
An einem Strang
Zur Erreichung dieser Ziele ist die Unterstützung aller
Tarifbeschäftigten zwingend erforderlich.
Aber auch die Solidarität der Beamtinnen und Beamten ist dringend notwendig,
da Verschlechterungen im Tarifbereich unmittelbare Auswirkungen auf den
Beamtenbereich haben werden.
Die Spirale droht, sich in ein bitteres Ende für alle zu drehen.
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