GdP unterstützt Forderung nach Ausweitung von Gen-Tests
„Die Gewerkschaft der Polizei unterstützt uneingeschränkt den
Innenminister bei seiner Forderung nach einem breiteren Einsatz der
DNA-Analyse“, erklärte heute der Vorsitzende der GdP NRW, Werner Swienty, am
Rande eines Gespräches über aktuelle Themen der nordrhein-westfälischen
Polizei mit dem neuen Landeskriminaldirektor in NRW, Rolf Behrendt.
„Wir haben bereits vor Jahren gefordert, dass der genetische
Fingerabdruck dem realen Fingerabdruck rechtlich gleichzusetzen sei, d. h.
dass der Richtervorbehalt, der heute die polizeiliche Arbeit in diesem Sinn
noch zeitlich verzögert, wegfällt. Die jüngsten Geschehnisse haben wieder
einmal gezeigt, wie hilfreich diese kriminalwissenschaftliche Methode bei
der raschen Aufklärung von Verbrechen ist“ sagte Swienty.
Der GdP-Vorsitzende wies Bedenken um einen weitgehenden Eingriff in die
Persönlichkeitsrechte ab: „Unsere Kolleginnen und Kollegen sind
verantwortungsbewusst und können auch mit diesem erkennungsdienstlichen
Mittel sorgfältig und fallangepasst umgehen. Die Bürgerinnen und Bürger
werden zu schätzen wissen, dass Verbrechen schneller und umfangreicher
aufgeklärt werden, auch die präventive Wirkung darf nicht unterschätzt
werden.“
|